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Wohnhaus Wiethaus, Dötlingen

von hw

Ein Altersruhesitz im Wald. In einer kleinen Waldsiedlung im idyllischen Dötlingen ist der ca. 90qm große Neubau für Ulrich Wiethaus gelegen. Von der strengen Gestaltungssatzung der Gemeinde gab es für die Planung eine umfassende Befreiung. Der Entwurf spielt mit Andeutungen an die Stallungen und Nebengebäude der typischen ortsansässigen Bauernhöfe. Mit den markanten Rolltoren und seiner silbergrauen Holzfassade setzt der Neubau traditionelle Themen auf  zeitgemäße Weise um und überträgt sie in ein grafisches Spiel. Das Holz für die Fassade wurde mit Rasendünger (Eisensulfat) gestrichen und erhielt dadurch sofort eine gealterte Patina und die deutliche Maserung.

Die Innenräume verbinden sich maximal mit der umgebenen Waldlandschaft. Die Fensterflächen sind nicht klassisch mittig auf den Wänden angeordnet, sondern zu den Kanten der Räume wodurch sich die Aussenwandflächen auflösen und sich Innen- und Außenraum miteinander verschmelzen. Die Innenräume werden so besonders gut belichtet, da die Helligkeit direkt von den weißen Wänden reflektiert wird. Um sich zurückzuziehen, lassen sich die elektrisch gesteuerten Tore vor die Fensterflächen schieben. Von allen Räumen gibt es einen direkten Austritt in den Wald, welcher sich auf märchenhafte Weise gegen Anfang Juni in ein Blütenmeer aus bunten Fingerhüten verwandelt.

Das im Eigenbau erstellte Holzhaus ist unter extremen zeitlichen und finanziellen Rahmenbedingungen entstanden. Es ist für eine behindertengerechte Situation vorbereitet und lässt sich im Bedarfsfall leicht anpassen. Erstellt im Eigenbau 2008 in Dötlingen

 

Architektur | Dötlingen | Innenarchitektur | Wiethaus | Wohnhäuser |

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